8.März – Ein Hoch auf uns, Mädels!

Der 8.März – internationaler Frauentag! Mir als Kind der DDR schiessen beim Gedanken an diesen Tag sofort die damaligen Besuche mit der Schulklasse bei der Patenbrigade durch den Kopf. Wir führten ein einstudiertes „Kulturprogramm“ mit Liedern und Gedichten auf. Dabei trugen wir alle voller Stolz unser Halstuch und überreichten den netten Damen im Anschluss eine scheussliche Hydropflanze. Ich fühlte mich dabei richtig gut, warum kann ich gar nicht erklären.

Heute hat dieser Tag gewissermassen an Bedeutung verloren, viele der jüngeren Generation wissen gar nichts von seiner Existenz. Leider…

Unser Bundespräsident pocht also mit Recht anlässlich des 8.März 2016 auf Gleichberechtigung von Frauen im Arbeitsalltag. Sowohl im Job als auch im Ehrenamt seien in Deutschland noch immer mehr Männer in Leitungspositionen zu finden. Es sei bedauerlich, dass helfende, betreuende und beratende Frauen in der zweiten Reihe stehen und somit weniger wahrnehmbar sind, so Gauck. Um diesem Missverhältnis entgegenzuwirken, sei noch einiges zu tun, so der Bundespräsident: „eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Ausgleich von Lohnunterschieden bei gleicher Arbeit und die Förderung einer stärkeren Präsenz von Frauen in Führungspositionen“.

Diese Forderungen hören wir aber nicht erst seit gestern, sondern schon seit Jahrzehnten. Die Situation hat sich bestimmt verbessert, aber von absoluter Gleichberechtigung kann noch nicht die Rede sein.

Deshalb möchte ich an  dieser Stelle unbedingt all die tollen Frauen aus meinem Freundeskreis und natürlich meine Mama erwähnen und ihnen sagen, dass jede einzelne von ihnen grossartig ist. Denn ob alleinerziehend, noch in Elternzeit, Single, im Vollzeitjob mit Kids ohne Oma und Opa in der Nähe oder den Mann pflegend. Ihr seid alle Heldinnen eures Alltags und werdet viel zu selten gewürdigt. Aus diesem Grund bekommt ihr auf diesem Weg zum internationalen Frauentag von mir eine riesige Umarmung, aber definitiv keine scheussliche Hydropflanze.

frauenpower

Foto: Barbara Köppe / Lizenz
Textquelle: focus.de

 

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