„BOY HOOD“ – Kinotipp

boy hood

Welche Eltern streben es nicht an, dass man die Entwicklung seines Kindes lückenlos in Foto oder sogar Film festhält? Ein durchaus schöner Plan, aber in der Realität sieht das oft ganz anders aus. Der Speicher des Iphones oder der Chip der Kamera ist schon lange voll, aber man kommt einfach nicht dazu die Bilder auf den PC zu übertragen, geschweige die Bilder auszudrucken und in ein Album zu kleben! Passiert mir leider immer und immer wieder. Im ersten Lebensjahr von Ella war ich noch ganz fleissig, aber seitdem ich wieder berufstätig bin, schaffe ich es einfach nicht. Asche auf mein Haupt!

In dem Kinofilm „Boy Hood“ wurde genau dem entgegengewirkt, aber lest hier die Kritik von Björn Becher:

„Mit „Before Sunrise”, „Before Sunset” und „Before Midnight” erzählte Richard Linklater von 1995 bis 2013 im Abstand von jeweils neun Jahren drei Kapitel aus der Liebesgeschichte zwischen dem Amerikaner Jesse (Ethan Hawke) und der Französin Celine (Julie Delpy). Bei diesen weit auseinanderliegenden Momentaufnahmen bestand ein besonderer Reiz darin, zu sehen, wie sehr sich die Figuren in der langen Pause zwischen den Filmen verändert haben. Seit 2002 arbeitete Linklater aber neben der „Before“-Trilogie und anderen Werken auch noch an einem weiteren Langzeitprojekt, bei dem die Entwicklung des Protagonisten in ihrer Kontinuität im Mittelpunkt steht: Von 2002 bis 2013 versammelte der Regisseur im Jahresabstand jeweils für ein paar Tage vier Stammschauspieler und wechselnde Nebendarsteller vor der Kamera, um die Kindheit und Jugend eines Jungen in Texas vom Anfang der Schulzeit bis zum Wechsel ans College nachzuzeichnen. Das Ergebnis heißt „Boyhood“ und ist nicht nur ein wunderbares Gegenstück zu den „Before“-Filmen, sondern vor allem ein ungemein faszinierendes Spielfilm-Dokument, das sich über 164 Minuten ganz ohne künstlichen Spannungsbogen entfalten darf und gerade dadurch umso wahrhaftiger wirkt.“

Obwohl ich den Film noch nicht gesehen haben, weiss ich, das er grandios ist, und das nicht nur, weil ich seit meiner frühsten Jugend Ethan Hawke Fan bin.

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